Vorgestern Abend: 
Als ich den Titel des Films, von dem mir ein Freund erzählte, hörte, wollte ich ihn irgendwie nicht sehen. “Wie unser Essen den Planeten zerstört” ein Film, der vor 2 Tagen um 23:05 Uhr im ORF gezeigt wurde – er läuft in der Mediathek noch 4 Tage. 

Ungewöhnlich für mich – meine Gedanken überschlugen sich: 
“Nicht schon wieder! – das war meine erste Reaktion – ein Film über Essen, der Wirkung von Massenproduktion von Tieren und Fischen auf die Umgebung, die Natur, unseren Planeten… sicher Schreckensnachrichten.
Wo ich doch ohnehin schon fast nur noch vegetarisch, vegan esse.
Ich will es gar nicht hören, sehen, lesen – ich habe genug Berührendes in den letzten Wochen gesehen, erlebt.
Und das nach einem wunderschönen Morgen, dem köstlichen Frühstück mit meiner Tochter Sarah, dem lustvollen Spaziergang mit ihr und meinem Enkelchen Levi in der goldenen Nachmittagssonne. Den wundervollen Fotos in den Gärten Badens.
Ich bin doch so gut gelaunt, offen, fröhlich – ich will mich nicht belasten. Und dann entschied ich mich doch, ihn zu sehen.

Und es fiel mir wie Schuppen von den Augen, ich sah klar, noch mehr, wie wir Menschen in unserer Welt die Wirk – lichkeit im wahrsten Sinne des Wortes gestalten. Ja, wie ich wirke, wie wir wirken.

Wie unsere täglichen, einfachen Entscheidungen:
Was kaufe ich zum Essen ein? Was koche ich für mich, bereite ich für mich, für meine Lieben? Was esse ich, nehme ich zu mir?…
Lebendiges Leben auf unserer Mutter Erde beeinflusst – wachsen und gedeihen lässt oder tötet.

Ich konnte ihn nur in zwei Teilen sehen, musste unterbrechen, weil er mich so sehr berührte. Ich trank einen Schluck Wasser, schaute ins Dunkel der Nacht, atmete die Luft nach einem Regenschauer ein – es roch nach Frische, nach Lebendigkeit, nach Wachstum, nach Neubeginn.

Und ich erkannte – gerade weil der Film ohne drohenden Zeigefinger, ohne schlechtes Gewissen agiert: Alles mit Allem immer verbunden. Ich bin frei.

Ich entscheide – ich kann unabhängig von allen anderen Menschen – und verbunden mit allen anderen Menschen, mit der Natur, dem Dasein von Mensch, Tier, Pflanze… durch meine einfache Erkenntnis und mein schlichtes entsprechendes Tun leben und lieben.

Ich kann – ob die Politik sich wandelt oder nicht, ob die Wirtschaft sich wandelt oder nicht, ob wir erwachen oder nicht, ob wir die Welt retten oder nicht… nur durch mein Essen, meine Kleidung, meine körperliche und geistige Bewegung, mein Schlafen, meine Worte… durch meine Alltäglichkeit blühen und durch die Verbundenheit blühen lassen.

Ich wirke – Jetzt.

Meine ergänzende Bemerkung zum Film:
Ich hätte in der zweiten Hälfte des Films noch einmal die unermessliche Schönheit unseres blühenden Planeten Erde gezeigt, noch einmal die Fülle, die Farben, die Formen, den Urwald, das Meer, Tiere, Pflanzen, uns Menschen – die Harmonie des Daseins.
Das wird sein, wenn wir uns – Jeder Einzelne, Jede Einzelne sich zum Leben hin wandelt.

Der Flug der Stare
Ballett im Abendhimmel
Ein Sonnenuntergang
Goldener Schimmer
Mein Herz Staunen
Die Luft
Geschmack des Lebens
Blüht Grün
Die Stille
Der Gesang der Zirpen
Weite
Ich
Für Immer
Teil

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